Fachliche Standard in der Sozialarbeit - gestern - heute - morgen
 
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Sozialarbeit im Wandel - Vergessene Geschichte und zeitlose Professionalität 0 5 0
Workshop Fachliche Standards in der Sozialarbeit – heute 0 15 0
Workshop Vom Umgang mit fachlichen Traditionen in der Sozialarbeit - oder: Wie packe ich einen Rucksack? 0 6 0
Auskunft zur Zukunft: Zum professionellen Selbstverständnis der Sozialarbeit 0 7 0
Wege zur Zukunft: Soziale Arbeit macht Politik und Diskurse 0 8 0
Der Sozialstaat am Ende? – Für die Sozialarbeit die Wende? 0 5 0
Fallstudien der Heute-Phase besuchen socialATTAC 0 4 0
Ökonomisierung und Fachlichkeit in Wien 0 3 0

Dokumente 

Kellner_Ökonomisierung_SiÖ_Studie (386.58 KB)
Am Beispiel des österreichischen Fachmagazins "Sozialarbeit in Österreich (SiÖ)" geht es Johannes Kellner in dieser Untersuchung um eine Beschreibung diskursiver Entwicklungslinien von ökonomischen Begrifflichkeiten wie „KundInnen“, „Qualität“, „(Sozial)Management“ und vielen mehr. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach der Verbreitung sowie der Art und Weise der Verwendung dieser Begriffe innerhalb der letzten zehn Jahre. Grundsätzlich sind eine wachsende Polarisierung der Diskurspositionen sowie eine zunehmend kritische Reflexion ökonomischer Themen zu beobachten. Gleichzeitig beginnen sich entsprechende Termini vermehrt in den allgemeinen Sprachgebrauch einzufügen und zeichnen sich somit für eine nachhaltige Veränderung der Diskussionskultur verantwortlich.
Ranftler_etal_Sozialarbeit_Asylzentrum_Fallstudie (237.06 KB)
Das Asylzentrum der Caritas Wien, das von Judith Ranftler, Tamara Strahner, Gudrun Wolfgruber und Marc Diebäcker als Fallbeispiel für Sozialarbeit im Flüchtlingsbereich herangezogen wurde, zeigt exemplarisch aktuelle Entwicklungen auf mit denen SozialarbeiterInnen in diesem Arbeitsfeld konfrontiert sind. Es wird deutlich, dass die Arbeit der im Asylzentrum tätigen SozialarbeiterInnen in hohem Maße von gesetzlichen Aufträgen und durch Vorgaben der finanzierenden staatlichen Stelle vordefiniert ist. Dadurch ist der Handlungs- und Beratungsspielraum in der fachlichen Arbeit begrenzt, was auf Kosten der qualitativen Unterstützung der AsylwerberInnen geht. Weiters wird am Fallbeispiel sichtbar, dass die interdisziplinäre Zusammenarbeit unter den Berufsgruppen von großer Bedeutung ist, was aber einer eigenen Identitätsbildung als SozialarbeiterIn entgegen zu stehen scheint. Es zeigt sich ebenfalls, dass interne und externe Fortbildungen für das fachliche Arbeiten im schnell wandelnden Flüchtlingsbereich eine Grundvoraussetzung sind, damit SozialarbeiterInnen ihre hohe Belastungssituation bewältigen können.
Strahner_etal_Krisenzentrum_Heute (473.28 KB)
Anhand des Fallbeispiels des Wiener „Krisenzentrums Neutorgasse“ beforschten Tamara Strahner, Gudrun Wolfgruber, Judith Ranftler und Marc Diebäcker Aspekte des Fachlichen Arbeitens sowie dessen Bedingungen in der Sozialen Arbeit der „Vollen Erziehung“. Durch Veränderungen, wie etwa der Flexibilisierung der Arbeitszeiten, einer wechselseitigen Schließung der Krisenzentren im Sommer oder einem erhöhten Lösungsdruck, die auf wirtschaftliche und politische Aspekte rückzuführen sind, ergeben sich gegenwärtig neue Herausforderungen an die hohen fachlichen Standards der MitarbeiterInnen.
Wolfgruberetal_Fem_Sozialarbeit_Fallstudie (159.55 KB)
Am Beispiel der Beratungsstelle des „Vereins Wiener Frauenhäuser“ verfolgen Gudrun Wolfgruber, Marc Diebäcker, Judith Ranftler und Tamara Strahner in dieser Fallstudie ex-emplarisch entscheidende Entwicklungslinien und aktuelle Problemfelder feministischer Sozialarbeit. Unter anderem wird deutlich, dass im Spannungsfeld zwischen Institutionalisierung und Autonomie, Soziale Arbeit nach wie vor unter klaren fachlichen Grundprinzipien praktiziert und als politisch-feministischer Auftrag verstanden wird. Doch – so ein zentrales Ergebnis – fördert neoliberale Wirtschaftspolitik verbunden mit politisch konservativen Ideologien die Fixierung traditioneller Geschlechterhierarchien. Dies hat Auswirkungen auf die konkrete politisch-feministische Praxis in der Beratungsstelle. Die AutorInnen kommen zu dem Schluss, dass jedoch aufgrund aktueller Veränderungen der ökonomischen und politischen Rah-menbedingungen sowie der Träger- bzw. Organisationsstruktur feministische Grundprinzipien Sozialer Arbeit wie Autonomie oder das Selbstverständnis von Sozialer Arbeit als feministisch-politische Praxis zunehmend auf dem Prüfstand stehen.

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